Wein im Gespräch

Veranstaltungsreihe des Landesmuseums Koblenz mit Kultur- und Weinbotschafter Kalle Grundmann

Programm 2016

Donnerstag, 1. September 2016, 19:00 Uhr

Anarchistischer Wein – Was ist das?  - ausverkauft

 

Gespräch mit Florian Weingart (Spay)

Er ist zweifelsohne ein Querdenker im Deutschen Weinbau: Florian Weingart aus Spay. Nicht nur dass er – ganz gegen den Trend - die Anbaufläche seines Betriebes verkleinert hat, sondern er beschäftigt sich auch mit der selten gestellten Frage der Ethik des Weines.

Dabei ist für ihn Anarchie, der Begriff der Nicht-Herrschaft, zu einem zentralen Wort geworden.

 

Weingart: „Anarchismus bedeutet Demut des Menschen gegenüber den Dingen, die größer sind als er. Vordergründig mag es als Widerspruch erscheinen, dass das vom Menschen geschaffene Kulturgut Wein anarchistisch sein soll, sich also dem Verfügungsrecht des Menschen, seinem freien Gestaltungswillen entzieht. Aber das Kulturgut Wein ist soviel größer als ein Mensch oder als der gegenwärtige Mensch.“

 

Für Weingart besteht das Geheimnis des Weines in seiner Natürlichkeit und Individualität. „Und dieses Geheimnis ist anarchistisch, denn es entsteht nur, weil wir Menschen den Wein nicht „machen“, frei gestalten oder entwerfen können, sondern nur teilhaben an einem Prozess, der weit größer ist als wir selbst.“

 

Um die Konsequenzen einer solchen Haltung gegenüber dem Wein geht es im Gespräch mit Kalle Grundmann. Wie muss dann die Produktion aussehen? Die Vermarktung? Der Konsum? Die Weinkultur? Und kann man die Anarchie des Weines auch schmecken?

 

Ort: Haus des Genusses / Lange Linie in der Festung Ehrenbreitstein

Eintritt: 10,00 € (inkl. Weinprobe).

Die Kasse ist ab 18:30 h geöffnet.

Reservierungen unter: Tel. 0261/6675-1510 (Jörg Hahn) oder per Mail unter joerg.hahn@gdke.rlp.de 

 


Donnerstag, 15. September 2016, 19:00 Uhr

Der Mittelrhein gestern, heute und morgen - eine vinologische Zeitreise.

 

Gespräch mit Dr. Rudolf Nickenig (Generalsekretär des Deutschen Weinbauverbandes)

Die einfache Frage: Wer oder was ist eigentlich der Mittelrhein? Ist gar nicht so leicht zu beantworten. Geografen, Winzer und Politiker beantworten diese Frage unterschiedlich. Und schaut man in die Geschichte, so finden sich verschiedene Bezeichnungen für dieses Teilstück des Rheines. Auch die  Aussagen zu dem Wein, der dort wächst, sind recht unterschiedlich.

Ein profunder Kenner dieser Geschichte ist Rudolf Nickenig. Er ist Generalsekretär des Deutschen Weinbauverbandes und „echter“ Mittelrheiner. Geboren und aufgewachsen in Boppard, wohnhaft in Remagen, arbeitet er in Bonn. In seinem Buch „Vom harten Hengst zum feurigen Riesling“ beleuchtet er die Fragen: Welchen Ursprung hat die Weinkultur am Mittelrhein? Wann war die Blütezeit? Wann und warum begann der Verfall? Wie sieht die Zukunft aus?

 

Um diese Fragen wird es im Gespräch zwischen Kalle Grundmann und Rudolf Nickenig gehen. Die ausgewählten Weine des Abends werden dabei die gefundenen Antworten unterstützen.

 

Ort: Haus des Genusses / Lange Linie in der Festung Ehrenbreitstein

Eintritt: 10,00 € (inkl. Weinprobe).

Die Kasse ist ab 18:30 h geöffnet. Reservierungen unter: Tel. 0261/6675-1510 (Jörg Hahn) oder per Mail unter joerg.hahn@gdke.rlp.de